Sind Sie sicher, dass Sie dieses Objekt aus Ihrer Merkliste entfernen möchten?
Wie groß muss ein Büro heute eigentlich sein?
Diese Frage war lange schnell beantwortet. Anzahl der Mitarbeitenden mal Quadratmeter pro Arbeitsplatz, fertig. Doch 2026 greift diese Rechnung etwas zu kurz.
New Work, Hybrid Work, Teilzeitmodelle und projektbasierte Zusammenarbeit haben den Umgang mit Büroflächen grundlegend verändert. Unternehmen stehen damit vor einer neuen Aufgabe: Nicht mehr nur Fläche zu kalkulieren, sondern eine belastbare Flächenstrategie zu entwickeln, die zum Arbeitsalltag passt. Und zwar heute und morgen.
Der klassische Richtwert aus der Vergangenheit geht von einer Annahme aus, die nicht mehr zutrifft: dass jeder Mitarbeitende täglich und dauerhaft am selben Arbeitsplatz sitzt. Die Realität sieht aber oft anders aus. Arbeitsplätze sind flexibel belegt, Teams kommen projektweise zusammen und viele Tätigkeiten finden hybrid statt.
Deshalb reicht es nicht mehr, Flächen rein rechnerisch zu reduzieren. Wer das tut, spart kurzfristig Quadratmeter, verliert aber häufig an Qualität und Funktionalität.
Typische Folgen einer zu einfachen Berechnung sind:
Entscheidend ist nicht die Anzahl der Schreibtische, sondern wie Arbeit im Unternehmen tatsächlich organisiert ist.
Hybrid Work verändert die Flächennutzung – aber nicht zwangsläufig nach unten. Zwar sind klassische Einzelarbeitsplätze seltener voll ausgelastet, gleichzeitig steigt jedoch der Bedarf an anderen Raumtypen.
Moderne Büroflächen benötigen heute vor allem:
Gerade projektbasiertes Arbeiten sorgt dafür, dass Flächen temporär sehr intensiv genutzt werden. Eine reine Reduktion nach Anwesenheitstagen greift hier zu kurz.
👉 Mehr zu zeitgemäßen Arbeitsmodellen findest du hier: New Work in Deutschland: Was Unternehmen 2026 von ihren Büros erwarten
Viele Unternehmen merken 2026: Die eigene Wahrnehmung der Flächennutzung weicht oft stark von der Realität ab. Genau hier setzt datenbasierte Büroplanung an. Belegungsanalysen, Nutzungsprofile und Auswertungen von Raumtypen helfen dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen.
Statt Annahmen geht es um Fragen wie:
In der Praxis zeigt sich, dass Flächenstrategien dann besonders tragfähig sind, wenn Analyse und räumliche Umsetzung zusammengedacht werden. Planungsansätze, wie sie etwa die Office Group verfolgt, verbinden Arbeitsweisen, Nutzungsdaten und Raumkonzepte, um Büroflächen langfristig flexibel aufzustellen – ohne sie überzuoptimieren.
Viele Unternehmen starten mit guten Absichten, tappen aber in ähnliche Fallen. Aus aktuellen Marktbeobachtungen lassen sich einige wiederkehrende Fehler erkennen.
Dazu zählen:
Gerade in Zeiten unsicherer Personalentwicklung wird deutlich: Nicht die kleinste Fläche ist die beste, sondern die anpassungsfähigste.
Ist der tatsächliche Flächenbedarf einmal klar definiert, folgt der entscheidende Schritt: die Umsetzung. Zonierung, Möblierung, Technik und Akustik müssen zusammenspielen, damit die Strategie im Alltag funktioniert.
Hier zeigt sich, wie wichtig eine saubere Planung ist. Wer frühzeitig Struktur schafft, vermeidet teure Nachbesserungen und schafft Flächen, die auch bei veränderten Arbeitsweisen tragfähig bleiben.
👉 Passend dazu: Flächenbedarf Büro smart berechnen & planen
2026 ist nicht das Jahr der möglichst kleinen Büros, sondern das Jahr der durchdachten Büroflächen. Unternehmen, die ihre Bürogröße datenbasiert ermitteln, Arbeitsweisen realistisch betrachten und Flächen strategisch planen, profitieren mehrfach.
Sie gewinnen:
Die Zukunft der Büroplanung liegt nicht in starren Kennzahlen, sondern in flexiblen Flächenstrategien, die mit dem Unternehmen mitwachsen.